Der Same wird gesät

Die Anfänge der Gemeinde sind stark verwoben mit der persönlichen Berufung von Alice Van Menxel, damals vollzeitliche Mitarbeiterin des überkonfessionellen Missionswerks Jugend mit einer Mission.

1987 zog sie im Rahmen ihrer Tätigkeit für das Missionswerk nach Frankfurt am Main und 1991 in das Bahnhofsviertel, inmitten von Drogen, Prostitution und Bedürftigkeit. Zuvor hatte Jesus ihr im Gebet in einem inneren Bild das Haus und sogar das Zimmer gezeigt, wo ihr Dienst anfangen sollte.

Tatsächlich fing dort, inmitten des Milieus, sehr bald ein “Freundesabend” (evangelistischer Dienst) an, ein Treffen für Menschen aus dem Viertel. Dieser Dienst erweiterte sich so stark, dass er nach einiger Zeit in einer benachbarten Gemeinde Unterschlupf finden musste und auf bis zu 70 bis 80 Personen pro Abend wuchs, wo Essen, evangelistische Gespräche, Musikprogramm und praktische Hilfe aller Art angeboten wurden.

Mittlerweile wohnte Alice am Römer in der Frankfurter Stadtmitte, wo sie 2 bis 3 Jahre als Malerin lebte und evangelistisch wirkte, immer noch als Teil von Jugend mit einer Mission Deutschland.

Dort in ihrer Wohnung entstand aus einem wöchentlichen Gebetstreffen ein weiterer Dienst, der später die Löwe von Juda Gemeinde werden sollte. Dieses Gebetstreffen wuchs bis auf 37 Personen – die sich auf eine Fläche von 25 m² verteilen mussten – und wurde ein wöchentlicher Gottesdienst. 

Alice wurde im Jahre 2001 von Jugend mit einer Mission Deutschland ausgesegnet, ausgesandt, die Löwe von Juda Gemeinde zu gründen, und als Pastorin der Gemeinde eingesetzt.

Zeiten des Wachstums im Bahnhofsviertel

Auf die Frage “Herr, wohin?” zeigte Jesus in einer Zeit der Anbetung, dass das Bahnhofsviertel der zukünftige Ort für die junge Gemeinde sein solle. Dort ließ Er uns auf wundervolle Weise die passenden Räumlichkeiten finden, wo die neu entstandene Gemeinde im Jahr 2001 einzog (in der Niddastraße 58, einer ehemaligen Lagerfläche griechischer Pelzhändler). Mit der Gründung des Vereins Löwe von Juda Gemeinde Frankfurt e.V. wurde der Gemeinde im Juni 2002 die entsprechende Struktur gegeben.

Die Räume wurden bald zu klein für unsere Versammlungen und wir fanden Ende 2005 neue Räumlichkeiten in der Niddastraße 49. Dort hatten wir auch ein Café für Bedürftige, womit ein eigener Bereich sozialer Tätigkeiten der Gemeinde begann. 

Im Café wurden mittwoch- bis samstagabends warme Mahlzeiten für ca. 30-40 Obdachlose und Bedürftige ausgegeben und Essen zubereitet, um es im umliegenden Bahnhofsviertel an Notleidende zu verteilen, dies alles auch in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Tafel. Ebenso fand eine Kooperation mit der Gerichtshilfe in Frankfurt statt, wobei Personen, die gerichtlich auferlegte Sozialstunden abzuleisten hatten, zu uns kamen und bei uns auch Lebenshilfe für sich selbst erhielten.

Der Westhafen – aus einer Vision wird Wirklichkeit

Bei allem Segen, den die Gemeinde im Bahnhofsviertel erfahren und weitergeben durfte, hatte Gott für uns keinen Stillstand, sondern etwas vollkommen Neues vor: Bereits im Sommer 2008 fing Gott an, zu unserer Pastorin Alice über den Westhafen zu sprechen und dass dort etwas Neues entstehen sollte.

Wie dies konkret aussehen würde, zeichnete sich erst im Jahr 2014 ab: Als unsere Pastorin Alice gerade auf einer Konferenz in den USA war, erhielt das Gemeindebüro die Kündigung des Mietvertrages für die Niddastraße 49 per Ende des Jahres, da die Stadt Frankfurt das Gebäude kaufen und sanieren wollte. 

Zwei Tage zuvor hatte Gott unserer Pastorin auf der Konferenz gezeigt, dass wir als Gemeinde bald in eine neue Dimension Seiner Herrlichkeit und Seines Segens kommen würden, der auch den finanziellen Bereich betreffen würde.

Wir waren nun gespannt, was kommen würde.

Nur ein Ort war uns bis dahin von Gott gezeigt worden, der jedoch unmöglich erschien, da dort keine passenden Räumlichkeiten zu finden waren und er darüberhinaus als eine teure Wohngegend bekannt war: Der Westhafen.

Gott ließ uns jedoch – wie bei allen vorherigen Veränderungen – nicht im Stich: 

Während der Konferenz in den USA zeigte Gott unserer Pastorin in einer Vision einen Weg, der zu den neuen Gemeinderäumlichkeiten führen sollte. Kaum wieder in Frankfurt angekommen, fand sie diesen Weg und an dessen Ende die Räumlichkeiten in der Werftstraße 2: Eine Autowerkstatt mit einem Schild "Wir sind umgezogen!".

Heute sind wir dort als Gemeinde seit November 2015 ansässig, nach einer intensiven Phase des Umbaus von einer Autowerkstatt zu einer Gemeinde.

 

 

Gott hatte sehr klar zu uns gesprochen, dass es sich nicht darum handelt, die alte Gemeinde fortzusetzen, sondern vielmehr eine neue Gemeinde entstehen zu lassen.

Es deutet sich auch an, dass unsere langjährigen Gemeindemitglieder tragfähig geworden sind und sich mehr und mehr zu leitenden Mitarbeitern entwickeln.

Neben der Gemeinde wird möglicherweise auch ein Trainingscenter entstehen. Wir möchten als ganze Gemeinde dem Leib Christi helfen, zu wachsen und zu Reife und Stabilität zu gelangen.

Dazu werden wir auch größere Seminare und Schulungen anbieten, u.a. mit Sprechern aus Deutschland, internationalen Gastrednern und mehr und mehr mit Leuten aus den eigenen Reihen.